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 B4 - Waldzustand

Anteil der deutlich geschädigten Bäume der Stufe 2 und größer (Kombinationsschadstufe 2-4)
(Machbarkeit:1, DPSIR-Einstufung: S, Einheit: [%]


Stand: 29.05.2019

Grafische Darstellung, Trend und Status :

Wählen Sie die darzustellenden Bundesländer aus:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
Deutschland




Abb.: Anteil der deutlich geschädigten Bäume der Stufe 2 und größer (Kombinationsschadstufe 2-4)
Link auf eine Gesamtansicht mit allen Bundesländer, Status und Trend 
Deutschlandkarte
mit Trend / Status
Legende zu den Status- / Trendsymbolen in den Grafiken

Definition und Berechnungsverfahren:

Der Kronenzustand dient als Weiser für den Vitalitätszustand der Wälder. Die Erfassung der Waldschäden basiert daher auf einer Beurteilung der Baumkronen. Die Aufnahmen erfolgen auf einem systematischen Stichprobennetz, auf denen die Probebäume dauerhaft markiert werden, so dass eine kontinuierliche Aufnahme der gleichen Baumindividuen gewährleistet ist. Als wichtigste Kriterien werden hierbei der Nadel-/Blattverlust (NBV) und die Vergilbung der Blattorgane vom Boden aus eingeschätzt (Terrestrische Waldschadensaufnahme). Eine Zusammenführung dieser Schadkriterien ergibt fünf so genannte Kombinationsschadstufen (0=ungeschädigt, 1= schwach geschädigt, 2= mittelstark geschädigt, 3= stark geschädigt, 4= abgestorben). Die methodischen Vorgaben sind im Rahmen des europäischen Forstlichen Umweltmonitoring-Programms "Level I" für das Bundesgebiet festgeschrieben.

Die Waldschadensinventur wird jährlich durchgeführt. In einigen Bundesländern (Bayern und Baden-Württemberg) liegen vergleichbare Daten schon seit 1983 vor. Andere Bundesländer haben in den Folgejahren mit entsprechenden Erhebungen begonnen. Seit 1990 wird in der ganzen Bundesrepublik eine jährliche Waldschadensinventur durchgeführt.

Daten 2004-2017: Die Daten werden jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in der Publikation „Ergebnisse der Waldzustandserhebung“ herausgegeben. Die Ergebnisse der Länder stammen aus den verdichteten Erhebungsnetzen der Länder und werden dem BMEL mitgeteilt.

Die dort veröffentlichten Werte werden für das jeweilige Jahr für LIKI übernommen.

Bedeutung:

Für die neuartigen Waldschäden ist ein Ursachenkomplex aus verschiedenen abiotischen und biotischen Faktoren mit zeitlicher und räumlicher Variation verantwortlich. Unbestritten gilt, dass der Schadstoffeintrag aus der Luft sowie Depositionen im Niederschlag eine besonders wichtige Rolle in diesem Ursachenkomplex spielen. Schadstoffeinträge in Wälder beeinflussen neben den oberirdischen Pflanzenteilen auch die Wurzeln der Bäume und führen zu Veränderungen im Wirkungsgefüge der Böden (Versauerung!). Der Klimawandel und hierdurch bedingte Wetterextreme (z.B. Rekordsommer 2003 mit extrem trocken-warmer Witterung) üben zunehmend zusätzlichen Stress auf die Wälder aus.

Hinweise zur Interpretation

Der Indikator ist normiert. Bei einer länderübergreifenden Interpretation sind regional unterschiedliche Baumartenzusammensetzungen, Bodenverhältnisse, Altersstruktur und klimatische Einflüsse zu beachten.

Landesspezifika / Stand:

 

Datenlage (Netzdichte in 2016)

Zielstellungen

1990-2018: WZE-Netz 8 x 8 km

kein Ziel
 

1990 keine Inventur bzw. kein Landesergebnis
1991-2008: ; WSZ-Netz 8 x 8 km
2009-2010: WZE-Netz 16 x 16 km mit Verdichtung für Weißtanne und Eiche
2011: WZE-Netz 8 x 8 km
2012-2018: WZE-Netz 16x16 km mit Verdichtung für Eiche und Tanne

Bayerisches Waldgesetz (2005)
Dauerhafte Sicherung und Stärkung der Schutzfähigkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Waldes.  

2005-2018: WZE-Netz 2 x 2 km

keine Angaben 

1991-2008: WZE-Netz 4 x 4 km (Kiefer 8 x 8 km)
2009-2018: WZE-Netz 16 x 16 km Neueinrichtung des WZE-Netzes (kein Vergleich zu Vorjahreswerten)

Waldprogramm 2011
Weniger als 50% reiner Nadelwald im Jahr 2050
Waldbaurichtlinie 2004
Standortgerechte, naturnahe, klimaplastische und produktive Wälder werden erhalten, entwickelt und ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig bewirtschaftet
Waldbaurahmenrichtlinie d. Landesforstverwaltung (1999)
Reduzierung des Nadelwaldanteils von 75% auf 42%, Erhöhung Laubwald von 14% auf 17%, Mischwald von 11% auf 41%  

2005-2014: WZE-Netz 200 x 100 m
2015 - 2017: keine Ergebnisse verfügbar 2018: WZE-Netz 200 x 100 m

Bremisches Waldgesetz BremWaldG 2005
§5 Erhalt und Entwicklung des Waldes unter frühzeitiger Berücksichtigung von Klimaanpassungsmaßnahmen  

ohne Angabe, Stichprobenumfang lässt Aussage nicht zu; WZE-Netz 16 x 16 km

keine Angaben 

1990-2018: WZE-Netz 8 x 8 km (in der Rhein-Main-Ebene auf 4x4 km verdichtet)

Hessisches Forstgesetz (10.09.2002) §§ 6,14
Erhaltung der Nutz-, Schutz- und Erholungswirkung des Waldes durch nachhaltige, fachkundige und planmäßige Bewirtschaftung, auch durch vorbeugende Maßnahmen

1991-2018: WZE-Netz 8 x 8 km (Verdichtung auf 4 x 8 für Buche und Eiche)

keine Angaben 

1990-2018: WZE-Netz 8 x 8 km (für Buche und Eiche zusätzlich im 4 x 4 km-Raster)

keine Angaben 

1990-1995: WZE-Netz 4 x 4 km
1996 keine Inventur bzw. kein Landesergebnis
1997-2018: WZE-Netz 4 x 4 km

1990-2009: WZE-Netz 4 x 4 km
2010-2012: WZE-Netz 4 x 12 km
2013-2014: WZE-Netz 4 x 4 km
2016-2018: WZE-Netz 4 x 12

Waldzustandsbericht 2012
Reduktion des Anteils der deutlich geschädigten Bäume; Anteil von 10 % im Jahr 2020  

1991-2018: WZE-Netz 2 x 4 km

keine Angaben  

1991-2018: WZE-Netz 4 x 4 km

Waldstrategie 2050 für den Freistaat Sachsen (2013)
Das langfristige Ziel, die Waldfläche des Freistaates Sachsen auf mindestens 30 % der Landesfläche zu erhöhen, soll in einem angemessenem Tempo erreicht werden.

1991-2014: WZE-Netz 4 x 4 km
2014 - 2018: WZE-Netz 8 x 8 Verdichtung 4 x 4 für Fichte, Buche Eiche und andere Baumarten

keine Angaben 

1990-2009: WZE-Netz 8 x 8 km (regional verdichtet)
2010-2012: WZE-Netz 4 x 4 km (mit örtlichen Verdichtungen 2x4, 4x2, 2x2)
2013-2018: WZE-Netz 4 x 2 km

Naturschutz 2020 - 20 Punkte für die natürliche Vielfalt (2009)
Ziel ist die Entwicklung neuer Waldnaturschutzprojekte  

1990-2018: WZE-Netz 4 x 4 km

keine Angaben 

1990-2018: WZE-Netz 16 x 16 km

Waldstrategie (2011)
Vision: Standortgerechte, vitale und an den Klimawandel anpassungsfähige Wälder mit überwiegend heimischen Baumarten werden durch eine nachhaltige Bewirtschaftung erhalten und weiter entwickelt."

Klärungsbedarf, Weiterentwicklung, weitere Schritte:

In diesem Bereich ist die Entwicklung zusätzlicher Indikatoren denkbar, z.B. die Anteile standortgerechter Wälder, die Waldflächenbilanz oder der Anteil zertifizierter Wälder

"Verwandte" Indikatoren im Set:

LIKI-Vertreterin

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Leibnizstr. 10
45659 Recklinghausen
Tel.: 0201-7995-1178
 

Fachansprechpartner

Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald
Brößweg 40
45897 Gelsenkirchen
Tel.: 02931-7866179

 Datentabelle: Anteil der deutlich geschädigten Bäume der Stufe 2 und größer (Kombinationsschadstufe 2-4) [%]

  1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997
Baden-Württemberg 19 17 24 31 25 27 35 19
Bayern --- 30 32 22 30 23 16 19
Berlin --- 29 14 25 21 18 13 20
Brandenburg --- 33 26 17 18 14 12 10
Bremen 11 15 12 18 22 18 19 8
Hamburg --- --- --- --- --- --- --- ---
Hessen 19 29 33 35 38 40 35 33
Mecklenburg-Vorpommern --- 49 43 30 11 10 6 10
Niedersachsen 17 10 13 16 17 17 15 15
Nordrhein-Westfalen 13 11 16 16 14 14 --- 21
Rheinland-Pfalz 9 12 13 14 21 19 22 24
Saarland --- 17 18 21 18 23 21 19
Sachsen --- 27 21 24 25 17 18 19
Sachsen-Anhalt --- 34 32 33 18 20 14 14
Schleswig-Holstein 15 15 13 16 17 20 27 23
Thüringen 58 50 53 50 45 39 37 38
Deutschland 23 30 29 24 26 23 22 22

  1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Baden-Württemberg 24 25 24 29 24 29 40 43
Bayern 19 19 22 25 21 22 37 32
Berlin 12 18 24 29 24 25 40 41
Brandenburg 10 7 9 8 10 11 13 14
Bremen 6 5 6 5 5 6 5 7
Hamburg --- --- --- --- --- --- --- ---
Hessen 36 27 35 26 25 22 31 33
Mecklenburg-Vorpommern 9 11 16 16 10 14 17 12
Niedersachsen 13 13 16 13 12 11 13 13
Nordrhein-Westfalen 21 24 30 27 24 24 29 25
Rheinland-Pfalz 25 25 18 21 24 33 34 31
Saarland 15 14 14 11 11 15 22 34
Sachsen 19 22 19 15 18 15 17 15
Sachsen-Anhalt 16 15 18 17 18 21 25 20
Schleswig-Holstein 28 26 30 24 24 21 39 33
Thüringen 31 29 28 28 25 28 34 34
Deutschland 21 22 23 22 21 23 31 29

  2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Baden-Württemberg 45 40 35 42 35 33 36 35
Bayern 34 29 28 29 27 27 21 20
Berlin 34 32 29 29 24 29 26 21
Brandenburg 18 12 16 6 7 9 8 11
Bremen 9 5 6 9 11 10 8 9
Hamburg --- --- --- --- --- --- --- ---
Hessen 32 36 23 30 25 36 33 26
Mecklenburg-Vorpommern 16 16 22 19 17 19 17 14
Niedersachsen 16 16 16 18 17 22 20 19
Nordrhein-Westfalen 27 27 25 21 23 33 25 29
Rheinland-Pfalz 36 28 31 28 26 33 28 23
Saarland 48 43 38 35 27 27 34 29
Sachsen 14 20 17 18 14 16 16 17
Sachsen-Anhalt 19 16 18 15 15 16 16 16
Schleswig-Holstein 35 30 28 30 26 29 21 19
Thüringen 35 35 34 35 32 36 32 30
Deutschland 28 25 26 27 23 28 25 23

  2014 2015 2016 2017 2018
Baden-Württemberg 42 36 37 31 38
Bayern 23 24 32 25 26
Berlin 17 13 11 15 15
Brandenburg 10 9 9 9 11
Bremen 8 --- --- --- 15
Hamburg --- --- --- --- ---
Hessen 34 29 40 32 34
Mecklenburg-Vorpommern 16 14 15 14 17
Niedersachsen 19 16 20 19 20
Nordrhein-Westfalen 36 26 29 25 39
Rheinland-Pfalz 24 25 27 24 37
Saarland 27 30 29 26 29
Sachsen 15 17 16 16 26
Sachsen-Anhalt 16 18 18 19 23
Schleswig-Holstein 22 19 19 15 18
Thüringen 33 31 37 36 41
Deutschland 26 24 28 23 29

 © Länderinitiative Kernindikatoren 2020

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